Die klassenlose Kulturgesellschaft
Kultur. Dialog. Widerspruch. Teilhabe.
Die klassenlose Kulturgesellschaft ist ein langfristig angelegtes soziokulturelles Projekt mit dem Ziel, kulturelle Teilhabe dort zu ermöglichen, wo gesellschaftliche und soziale Teilhabe nicht selbstverständlich ist.
Im Mittelpunkt steht der Stadtteil Augsburg-Oberhausen – ein urbaner Raum mit einer besonderen sozialen, kulturellen und gesellschaftlichen Vielfalt.
Wir wollen Menschen zusammenbringen, miteinander ins Gespräch bringen und ihnen eine Bühne geben.
Nicht nur denjenigen, die ohnehin gehört werden.
Das Stadtteilgespräch, das sich nicht wegduckt
Die klassenlose Kulturgesellschaft versteht sich als offener, kontroverser und möglichst unzensierter Dialograum.
Hier darf diskutiert, gestritten, gelacht, kritisiert und widersprochen werden.
Wir sprechen über das, was Menschen im Stadtteil und darüber hinaus beschäftigt.
Über Kultur und Politik.
Über soziale Fragen.
Über Migration und Zusammenleben.
Über Stadtentwicklung.
Über Ungleichheit und Teilhabe.
Über persönliche Erfahrungen.
Über das, was funktioniert – und über das, was eben nicht funktioniert.
Dabei wollen wir nicht um jeden Preis harmonisieren.
Kontroverse ist erlaubt. Widerspruch ist erwünscht.
Wir wollen Dinge beim Namen nennen, Verantwortlichkeiten hinterfragen, Missstände ansprechen, Menschen zum Nachdenken bringen und dort anecken, wo Anecken notwendig erscheint.
Aber ebenso wollen wir zuhören, unterschiedliche Perspektiven verstehen, Menschen eine Stimme geben und gemeinsam nach Lösungen suchen.
Politik trifft Kunst
Der besondere Charakter des Projekts liegt in der Verbindung von gesellschaftlichem Dialog und künstlerischen Ausdrucksformen.
Gespräche und Podiumsdiskussionen können durch Musik, Improvisation, Performance, Kabarett oder andere künstlerische Elemente ergänzt werden.
Denn gesellschaftlicher Diskurs muss nicht immer nur am Rednerpult stattfinden.
Manchmal braucht es einen Rhythmus.
Manchmal einen Song.
Manchmal einen Witz.
Manchmal einen provozierenden Gedanken.
Und manchmal schlicht ein offenes Mikrofon.
Das „heiße Mikrofon“
Bei uns soll nicht nur auf der Bühne gesprochen werden.
Auch das Publikum kann sich unmittelbar einbringen.
Das „heiße Mikrofon“ steht grundsätzlich allen Besucherinnen und Besuchern offen.
Fragen stellen.
Widersprechen.
Erfahrungen teilen.
Eine Meinung äußern.
Eine Idee einbringen.
Oder einfach eine Perspektive hinzufügen, die bisher noch nicht gehört wurde.
Du bist nicht nur Zuschauer. Du kannst Teil des Gesprächs werden.
Offen für alle
Die klassenlose Kulturgesellschaft verfolgt keine parteipolitische Agenda.
Wir denken nicht in einfachen Kategorien von links oder rechts, oben oder unten, dafür oder dagegen.
Unser Maßstab ist der Mensch.
Zu unseren Veranstaltungen sind ausdrücklich alle Menschen eingeladen – unabhängig von Herkunft, sozialem Hintergrund, politischer Orientierung, Weltanschauung, sexueller Identität oder anderen persönlichen Merkmalen.
Das bedeutet nicht, dass wir unterschiedslos jede Position gutheißen.
Es bedeutet vielmehr, dass wir einen Raum schaffen wollen, in dem unterschiedliche Menschen miteinander ins Gespräch kommen können.
Dialog statt Abgrenzung.
Begegnung statt Schubladen.
Widerspruch statt Sprachlosigkeit.
Kultur darf kein Luxus sein
Kulturelle Teilhabe darf nicht davon abhängen, wie viel Geld jemand besitzt.
Deshalb sind unsere Veranstaltungen grundsätzlich kostenfrei zugänglich.
Damit wollen wir insbesondere Menschen erreichen, für die der Besuch kultureller Veranstaltungen aufgrund ihrer sozialen oder finanziellen Situation nicht selbstverständlich ist.
Das Projekt verfolgt keine Gewinnerzielungsabsicht.
Die am Projekt beteiligten Personen bringen sich – soweit es sich um ehrenamtliche Tätigkeiten handelt – auf freiwilliger und ehrenamtlicher Basis ein.
Wer unsere Arbeit unterstützen möchte, kann dies vor Ort gerne über eine Spende tun.
Die Crew sagt Danke.
Ein Projekt aus dem Stadtteil – für den Stadtteil
Die klassenlose Kulturgesellschaft versteht sich nicht als fertiges Kulturprodukt, das einem Stadtteil von außen übergestülpt wird.
Sie soll gemeinsam mit den Menschen vor Ort wachsen.
Wir wollen zuhören, was die Menschen beschäftigt.
Wir wollen sichtbar machen, was sonst vielleicht übersehen wird.
Und wir wollen Räume schaffen, in denen Menschen selbst zu Akteurinnen und Akteuren kulturellen und gesellschaftlichen Lebens werden können.
So entsteht Kultur nicht nur für einen Stadtteil, sondern mit ihm.
Mitmachen!
Du möchtest als Talk-Gast dabei sein?
Du möchtest mit deiner Musik auftreten?
Du hast ein Thema, über das unbedingt gesprochen werden sollte?
Oder du möchtest dich einfach während einer Veranstaltung spontan ins Gespräch einbringen?
Dann melde dich gerne:
E-Mail: mail@tarkan-yesil.de
Oder komm als Zuschauerin bzw. Zuschauer vorbei und ergreife das „heiße Mikrofon“.
Dokumentation und Aufzeichnungen
Um die Veranstaltungen zu dokumentieren und einzelne Ausschnitte später über digitale Plattformen und soziale Medien zugänglich zu machen, können Veranstaltungen audio-visuell aufgezeichnet werden.
Bei einer Teilnahme an den entsprechenden Veranstaltungen ist daher zu beachten, dass Bild- und Tonaufnahmen entstehen können.
Die jeweiligen Hinweise und datenschutzrechtlichen Informationen zur Aufzeichnung werden vor Ort bzw. im Rahmen der Veranstaltung entsprechend kommuniziert.
Förderung und gemeinnütziger Charakter
Die öffentliche Veranstaltungsreihe wurde unter anderem durch das Kulturamt der Stadt Augsburg gefördert.
Die klassenlose Kulturgesellschaft verfolgt mit ihren Veranstaltungen das Ziel, kulturelle Teilhabe zu ermöglichen, gesellschaftlichen Austausch anzuregen und einen offenen Raum für Kunst, Diskussion und Begegnung zu schaffen.
Dabei steht nicht die Gewinnerzielung im Vordergrund, sondern kulturelle und gesellschaftliche Teilhabe.
Bisherige Veranstaltungen
2023
16.09.2023 · 20:00 Uhr
Projektraum „Rechts der Wertach“, Augsburg-Oberhausen
Gast: Christine Wilholm
07.10.2023 · 20:00 Uhr
Projektraum „Rechts der Wertach“, Augsburg-Oberhausen
Gast: Stefan & Jürgen
04.11.2023 · 20:00 Uhr
Projektraum „Rechts der Wertach“, Augsburg-Oberhausen
Gast: Stefan & Jürgen
09.12.2023 · 20:00 Uhr
Projektraum „Rechts der Wertach“, Augsburg-Oberhausen
Gast: Stefan & Jürgen
2024
19.01.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Peter Biederwolf
23.02.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Pfarrer Groll
08.03.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Jürgen Enninger
21.03.2024 · 15:00 Uhr
Haus St. Ulrich, Augsburg
Gast: Myriam Gammer
03.05.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Frank Pintsch
17.05.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Leonie Pichler
07.06.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Frank Pintsch
17.07.2024 · 14:00 Uhr
Stadtteilbücherei Augsburg-Kriegshaber
Gast: Martina Wild
19.07.2024 · 12:00 Uhr
Friedensplatz, Augsburg-Oberhausen
Gast: Peter Biederwolf
17.10.2024 · 10:00 Uhr
Café Tür an Tür, Augsburg-Oberhausen
Gast: Marcella Reinhardt
Die Idee bleibt einfach
Menschen sollen miteinander reden können.
Nicht geschniegelt.
Nicht vorgefiltert.
Nicht ausschließlich innerhalb der eigenen Blase.
Sondern offen, direkt, kontrovers, humorvoll, musikalisch und manchmal unbequem.
Denn eine lebendige Gesellschaft braucht nicht weniger Streit.
Sie braucht mehr Räume, in denen wir lernen, miteinander zu streiten, ohne einander aus dem Gespräch zu werfen.

